Hab immer einen Plan B und C

Hab immer einen Plan B und C. Das hab ich von einer guten Freundin und Kollegin gelernt. Sie hat vor einiger Zeit – übrigens selbst hochschwanger – in einem Stück Regie geführt und vor der Premiere das starke Gefühl bekommen, dass die Hauptdarstellerin sich zu einer Wackelnummer entwickelte. Also hat sie einen Plan B UND einen Plan C entwickelt.

Plan B: Sie gab einer Schauspielerin den Text zu lernen als „Ersatzspieler“.

Plan C: Sie informierte die Regieassistenz, dass sie Plan C sei

Es kam, wie es kommen musste: Eines Tages sagte die Schauspielerin wegen Unwohlsein die Vorstellung für den Abend ab. So dachte sie zumindest.

Man muss dazu sagen, dass eine Aufführung im Theater normalerweise wirklich erst abgesagt wird, wenn man mit zwei gebrochenen Beinen flach liegt. Es hängt einfach zu viel daran.

Die Regisseurin rief die Ersatzspielerin an. Doch diese war leider verhindert.

Also übernahm die Regieassistenz den Part für den Abend.

Am nächsten Tag meldete sich die wieder gesundete Schauspielerin – und war völlig perplex, dass die Vorstellung ohne sie stattgefunden hatte. Sie stand dann ziemlich schnell wieder auf der Matte und hat kein einziges Mal mehr gefehlt.

Also: Wenn du dich von nichts mehr aufhalten lassen willst, dann hab immer einen Plan B und einen Plan C.

So hängt dein Projekt nie an einem seidenen Faden sondern findet statt – komme, was wolle. Denn ehrlich: wir alle sind ersetzbar. Aber die Mühe, Arbeit und Energie, die ein Team in ein Projekt gesteckt hat, die verpufft einfach, wenn du nicht schleunigst Plan B oder C aus dem Ärmel schüttelst. Und das wäre doch zu schade…

Übrigens hatte ich vergangene Woche just ein ähnliches Thema: Unsere Hauptdarstellerin Bella K aus dem Stück „Männerschnupfen“ war zum ersten Mal in einem Jahr Tour wirklich ernsthaft krank. Nachts berieten wir noch: Würden wir eine Schauspielerin finden, die in Windeseile den Text lernen könnte? Schließlich entschieden wir, dass ich zur Not ihren Part übernehmen würde. Als Autor kenne ich den Text ja am besten. Ich lernte also die halbe Nacht lang Text und mein Magen fuhr Achterbahn. Zum Glück war sie am nächsten Tag wieder soweit fit, dass sie die Vorstellung spielen konnte. Und was für eine Vorstellung das war! Wir waren alle durch eine kleine Katharsis in diese Nacht gegangen und die Schauspielerin war mit so viel Leidenschaft dabei, dass sie Funken zu sprühe schien.

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